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Presse

Sich öffnen ins Leben

WERNE • „Sich öffnen ins Leben“ – mit neuem Slogan, neugestalten Flyern und einem ebenso ansprechenden wie übersichtlichen Internetauftritt möchte die Hospizgruppe Werne jetzt ihre alles andere als einfache Arbeit stärker in die Öffentlichkeit rücken. 1999 gegründet, zählt die Hospizgruppe heute über 200 Mitglieder. Mehr als 40 ausgebildete Kräfte begleiten unheilbar Erkrankte in ihrer letzten Lebensphase, spenden auch den Angehörigen Hilfe und Trost.  Diesen ehrenamtlichen Dienst koordinieren die hauptamtlichen Mitarbeiterinnen
Annette Alfermann und Martina Bussmann. „Wir möchten uns stärker ins Bewusstsein bringen“, erläutert Elisabeth Vente-Smusch, die den im Vorstandsteam um den Vorsitzenden Dr. Hans Piepenbrock neuentwickelten Ansatz für die Öffentlichkeitsarbeit jetzt vorstellte.

Elisabth Vente-Smusch erläutert die im Vorstand entwickelte neue Präsenz der Hospizgruppe. Foto: Thomas Wegener

Ein Aquarell-Logo, das einen Menschen zeigt, der sich mit erhobenen Armen einem Lichtkranz entgegenstreckt – dies begegnet jetzt dem Betrachter im Flyer wie auch auf der Homepage. Dieses Motiv ist sehr bewusst gewählt: „Es drückt den Gedanken ‚Ins Licht gehen‘ aus“, sagt Elisabeth Vente-Smusch, „dieses Motiv kommt in allen Religionen vor und wir arbeiten schließlich überkonfessionell“. Der Lichtkranz strahlt aus auf ein in Pastell-Tönen gehaltenes Blumenmotiv, das Geborgenheit vermittelt.
Die Homepage – www.hospizgruppe-werne.de – informiert über die Hospizarbeit, über Veranstaltungen, Ansprechpartner, die  gegründete Liudgeruns-Hospiz-Stiftung und vieles andere mehr. Darüber hinaus stehen Infomaterial und eine Patientenverfügung zum Download bereit. Eine Rubrik mit dem Namen „Abschied und Neubeginn“ bietet Gedichte und Texte, die als Anregung für Kondolenzkarten gedacht sind. „Häufig kommen Angehörige, die sagen, sie möchten das ein oder andere noch aussprechen, wissen aber nicht wie“, sagt Elisabeth Vente Smusch.

Die Homepage will aber auch motivieren, sich der Hospizgruppe  anzuschließen und deren Arbeit zu unterstützen. Vielleicht auch als ehrenamtlicher Begleiter für Schwersterkrankte und deren Familien- eine neue Schulung dazu beginnt im Spätsommer. „Die Auseinandersetzung mit dem Sterben führt uns zu bewussterem Leben“ heißt der Untertitel im neuen Hospiz-Logo. Diese Überzeugung kann Elisabeth Vente-Smusch nur teilen. „Der Tod ist eine schmerzliche Erfahrung, gehört aber zum Leben“, sagt Elisabeth Vente-Smusch, „die Arbeit in der Hospizgruppe hat mein Leben ungeheuer bereichert“.
thw

 

Sterbebegleitung wird ins Bewusstsein gerückt

WERNE • Mitten ins Leben gehen, um über den Tod zu sprechen – das ist kein Widerspruch, sondern die Aufgabe, der sich die speziell ausgebildeten ehrenamtlichen Mitglieder der Hospiz-Gruppe Werne verschrieben haben. Mit Vorträgen und Exkursionen arbeiten die Ehrenamtlichen seit Jahren daran, die Angebote zur Begleitung todgeweihter Menschen und ihrer Angehörigen bekannt zu machen. Mit einem neuen Internet-Auftritt und einem Info-Blatt mit neuem Logo für das „Corporate Design“ geht die Gruppe dafür in die Offensive.

Elisabeth Vente-Smusch präsentiert die neue Info-Schrift der Hospizgruppe Werne.

„Wir wollen uns weiter ins Bewusstsein bringen“, erläutert Elisabeth Vente-Smusch, die es nach einem Dreivierteljahr intensiver Vorbereitung in dem Team um den Vorsitzenden Dr. Hans Piepenbrock übernommen hat, den weiterentwickelten Ansatz für die Öffentlichkeitsarbeit der Presse vorzustellen. „Sich öffnen ins Leben“ ist das Angebot überschrieben, mit dem die Hospiz-Gruppe und ihre 15 ausgebildeten Begleiter für die ambulante Betreuung denen beistehen, die mit dem Lebensende konfrontiert sind. „Auseinandersetzung mit dem Sterben führt uns zu bewussterem Leben“ lautet der Subtitel. „Wir haben bewusst das Motiv des Ins-Licht-Gehens genommen, weil es in allen Religionen vorkommt und wir überkonfessionell arbeiten“, sagt Vente-Smusch über das Logo: Ein mit leichtem Aquarellstrich stilisierter Mensch, der mit erhobenen Armen in den ihn umgebenden Lichtkranz emporzusteigen scheint. Farben und Bilder von Blüten, halb geerntetem Kornfeld oder sich sanft berührenden Händen spiegeln Vertrauen und Geborgenheit. In einer Erstauflage von 3 000 Exemplaren bringt die Gruppe das Faltblatt in Praxen, Apotheken usw. in Umlauf. Es enthält neben grundlegenden Angaben zur Hospiz-Bewegung Hinweise auf die Angebote, Ansprechpartner und Sprechstunden einen Mitgliedsantrag. Für Vente-Smusch ein wichtiger Ansatz, das Thema aus der Tabu-Ecke zu holen: „Unser Mitgliedsbeitrag beträgt 2,50 Euro im Monat. Das kann sich fast jeder leisten. Es geht vielmehr darum: Wer Mitglied ist, der redet darüber. So erreichen wir mehr Präsenz.“ Umfassende Informationen finden Interessierte im Netz unter www.hospizgruppe-werne.de. „Dort haben wir zum Beispiel eine überkonfessionelle Patientenverfügung zum Runterladen“, so Vente-Smusch. „Das können sich die Interessenten in Ruhe ansehen und sich dann bei uns beraten lassen.“ Die Rubrik „Abschied und Neubeginn“ bietet Texte und Gedichte als Inspiration, Anregungen für Kondolenzkarten und Hilfen, das vermeintlich Unaussprechliche ansprechen zu können. „Oft kommen Angehörige, die sagen, ich müsste noch dieses oder jenes ansprechen, weiß aber nicht wie“, weiß Vente-Smusch aus Erfahrung. Eine Sammlung von Links, Adressen, Informationen und die Übersicht der eigenen Veranstaltungen der Hospiz-Gruppe runden das Angebot im Internet ab. Elisabeth Vente-Smusch hofft, so weitere Mitstreiter zu erreichen, die dazu beitragen, dass Betroffene „Schmerzliches an sich heranlassen, das zum Leben gehört. Ich kann für mich nur sagen: Es hat mein Leben bereichert.“
bkr

 
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