Abschied und Neubeginn

Hier finden Sie Anregungen durch Gedanken und Gedichte für Kondolenzkarten, für Anzeigentexte oder einfach für Sie ganz persönlich.

Wenn Sie selber einen schönen Text kennen, freuen wir uns, wenn Sie ihn uns für diese Sammlung zuschicken möchten.

Anregung für Gespräche

In der nachstehenden PDF-Datei finden Sie Anregungen für Gespräche im Kontakt mit einem schwerstkranken und sterbenden Menschen.

 

Gedanken

Anregungen für Danksagungen, Anzeigen und Kondolenzbriefe

Im Arm bei Dir

Steht der Tod vor meiner Tür
bist Du dann wohl bei mir?
Ich wär‘ so gerne hier
im Arm bei Dir!

Du warst mein Leben, mein Glanz und mein Glück.
Zu Dir kam ich stets gern zurück.
Du warst mein Hafen, mein Weg und mein Ziel.
Ich bekenne voller Demut: ich verdank Dir so viel!

Wenn ich dann gehen muss,
gib mir noch einen Kuss.
Ich wär‘ so gerne hier
im Arm bei Dir!

Höhen und Tiefen haben uns geeint,
das Leben hat’s wohl gut mit mir gemeint.
Kummer und Sorgen hast Du für mich fortgeweht.
Du bist der Mensch, der mich liebt und versteht!

Wenn ich dann von Euch geh‘,
tut mir der Abschied weh.
Ich blieb so gern noch hier
im Arm bei Dir!

(M: T. Waits/T: P.Gremme)

 

Ein Leben nach dem Tod

Glauben Sie, fragte man mich,
an ein Leben nach dem Tode?
Und ich antwortete: Ja!
Aber dann wusste ich keine Auskunft zu geben,
wie das aussehen sollte …dort.

Ich wusste nur eines:
keine Hierarchie von Heiligen,
auf goldenen Stühlen sitzend.
Kein Niedersturz verdammter Seelen.
Nur…

Nur Liebe,
frei gewordene,
niemals aufgezehrte,
mich überflutend.

Kein Schutzmantel,
starr aus Gold,
mit Edelsteinen besetzt.

Ein spinnwebenleichtes Gewand,
ein Hauch Schultern,
Liebkosung,
schöne Bewegung
wie einst von tyrrhenischen Wellen,
wie von Worten, die hin und her,
Wortfetzen…
Komm, Du, komm…

Schmerzweb, mit Tränen besetzt
Berg- und Talfahrt,
und Deine Hand
wieder in meiner.
So lagen wir, lasest Du vor,
schlief ich ein,
wachte auf,
schlief ein,
wachte auf.

Deine Stimme umfängt mich,
entlässt mich,
und immer so fort…

Mehr also, fragen die Frager,
erwarten Sie nicht nach dem Tode?
Und ich antworte: Weniger nicht!

(Marie-Luise Kaschnitz)

 

Was wir ausstrahlen in die Welt,
die Wellen, die von unserem Sein ausgehen,
das ist es, was von uns bleiben wird,
wenn unser Sein längst dahingegangen ist.

( Viktor E. Franke)

 

Einen Menschen lieben heißt:
ihm sagen: Du wirst nicht sterben.
(Gabriel Marcel)

Du bist nicht tot, Du wechselst nur die Räume.
Du lebst in uns und gehst durch unsere Träume.
(Michelangelo)

Das kostbarste Vermächtnis eines Menschen ist die Spur, die seine Liebe in unseren Herzen zurückgelassen hat.
(Irmgard Erath)

Der Tod kann auch freundlich kommen zu Menschen,
die alt sind,
deren Hand nicht mehr festhalten will,
deren Augen müde wurden,
deren Stimme nur noch sagt:
Jetzt ist es genug. Das Leben war schön.

Einschlafen dürfen,
wenn man das Leben nicht mehr selbst gestalten kann,
ist der Weg zur Freiheit.

Wenn die Kraft versiegt,
die Sonne nicht mehr wärmt,
der Schmerz das Lächeln einholt,
dann ist der ewige Friede eine Erlösung.

Dass dort, wo du hingegangen bist,
kein Leid mehr dich beschwere,
keine Angst auf dir laste
und du satt werdest an allem,
wonach du hier gehungert hast,
dass du die wiederfindest, die du verloren hast auf dieser Erde,
und auch wir uns eines Tages wiedersehen,
diese Hoffnung soll unsere Tür offen finden.

Denk dir ein Bild. Weites Meer.
Ein Segelschiff setzt seine weißen Segel und gleitet hinaus in die offene See.
Du siehst, wie es kleiner und kleiner wird.
Wo Wasser und Himmel sich treffen, verschwindet es.
Da sagt jemand: „Nun ist es gegangen.“
Ein anderer sagt:“ Es kommt.“
Der Tod ist ein Horizont, und ein Horizont ist nichts anderes als die Grenze unseres Sehens.
Wenn wir um einen Menschen trauern, freuen sich andere, ihn hinter der Grenze wieder zu sehen.

Du hast die Leinen losgelassen,
einen Strich gezogen und
das Ruder gedreht, vom Hafen
hinaus auf das offene Meer.

Nun siehst du Wolken und Meer,
hast den Funk abgestellt,
denn du brauchst ihn nicht mehr.
Dafür bist du jetzt frei.

Auf deiner Reise in das ewige Licht denken wir an dich.

(RN 20.10.2004)

Der Mensch geht.
Aber er lässt uns seine Liebe,
seine Heiterkeit,
seinen Ernst,
seine Weisheit,
er lässt uns seinen Geist zurück.
Mit diesem lebt er unter den Seinigen weiter,
helfend und tröstend.

Wenn ein Mensch geht,
lässt er alles Irdische zurück.
Nicht die Dinge haben seinem Leben Wert gegeben,
sondern die Liebe, die er empfangen und ausgeteilt hat.
Sie bleibt.

Der Tod ist ein Mantel,
in den Gott uns einhüllt
und zu sich nach Hause trägt.

(Traugott Giesen, Pfarrer auf Sylt i.R.)

Möge der, welcher
„VATER UNSER“ für die Christen ist,
„JEHOVA“ für die Juden,
„ALLAH“ für die Muselmanen,
„AHURA MAZDA“ für die Zarathustrier,
„AARHAT“ für die Dschainas,
„BUDDHA“ für die Buddhisten,
„BRAHMA“ für die Hindus,
möge dieses allmächtige und allwissende Wesen,
das wir alle als GOTT anerkennen,
den Menschen den Frieden geben
und unsere Herzen in einer geistigen Brüderschaft vereinen.
(Vivekananda)

Gute Menschen gleichen Sternen.
Sie leuchten noch lange nach ihrem Erlöschen.
Der Mensch, den wir liebten, ist nicht da, wo er war,
aber er ist überall, wo wir seiner gedenken.

„Statt viel Liebes zum Abschied erhoff´  ich mir einen großen Bahnhof zur Ankunft“, sagte ein wacher Mensch und meinte damit, er habe helle Aussichten für drüben.
Wie das Jenseits eingerichtet ist, das können wir uns immer nur mit unseren irdischen Maßstäben ausdenken.
Darum: Lass Dich überraschen!
Wenn Gott schon eine so grandiose Welt erschaffen hat, dann hat er mit uns noch viel vor.
Sonst wären wir doch nicht mit so viel Sehnsucht ausgestattet.
Diese Sehnsucht ist Versprechen. Das glaube ich fest.

( Traugott Giesen, Pfarrer auf Sylt i.R.)

Es ist gut, immer wieder Erinnerungen aufzusuchen,
mit anderen zusammen alte Geschichten auszugraben,
zu fragen: Weißt Du noch?
Bilder auszukramen…
Das ist gut…sich zu erinnern.
Und dankbar zu sein:
für Schönes, Freundliches und auch Schmerzliches.
Erinnern hilft uns zu verstehen,
aus welcher Vergangenheit wir kommen,
und dann den Weg zu suchen,
der weiterführt.
( RN  31. März 2012)

Ich habe dich geliebt, schöne Erde.
Ich danke dir für alle Stunden reiner Freude,
für deine Sonnenuntergänge, für deinen Sternenhimmel,
für deine Frühlinge, deine Blumen, deine Wälder,
deine Meere, deine Berge.
Genossen habe ich die Freude an dir mit vollen Zügen!
Und wenn es noch schönere Erden gibt,
so warst du mir eine hohe Vorbereitung auf das Höhere.

( H. von Meysenburg)

Du weißt zur Stunde ihn an einem fernen Ort,
mit dem Verstand begreifst Du seine Ferne.
Du weißt, es liegen zwischen ihm und dir,
ein Himmel Sonne und ein Himmel Erde.
Und doch trittst du ans Fenster immerfort.

(Rainer Kunze)

„Hätten unsere Augen keine Tränen,
hätte unsere Seele keinen Regenbogen.“

( Indianisches Sprichwort)

Wenn ich
im Glanz der Sonne
dein Lächeln nicht sehe.

Wenn ich
im Gesang der Vögel
deine Stimme nicht höre.

Wenn ich
im fallendem Regen
deine Tränen nicht sehe.

Wenn ich
in fremden Gesichtern
deines nicht suche.

Dann, erst dann,
bist du wirklich gestorben.

(RN 12.2.1999)


Memento

Vor meinem eignen Tod ist mir nicht bang,
nur vor dem Tode derer, die mir nah sind.
Wie soll ich leben, wenn sie nicht mehr da sind?

Allein im Nebel tast‘ ich todentlang
und lass mich willig in das Dunkel treiben…
Das Gehen schmerzt nicht halb so wie das Bleiben.

Der weiß es wohl, dem Gleiches widerfuhr
– und die es trugen, mögen mir vergeben.
Bedenkt: den eignen Tod, den stirbt man nur,
doch mit dem Tod der andren muss man leben!

(Mascha Kaléko)

Es fragt uns keiner,
ob es uns gefällt,
ob wir das Leben lieben oder hassen,
wir kommen ungefragt auf diese Welt
und müssen sie auch ungefragt verlassen.

(Mascha Kaléko)

Leben ist wie Schnee. Du kannst ihn nicht bewahren.
Trost ist,
dass Du da warst:
Stunden,
Monate,
Jahre.

(Herman van Veen)

Krankenpflege ist keine Ferienarbeit. Sie ist eine Kunst und fordert, wenn sie Kunst werden soll, eine ebenso große Hingabe, eine ebenso große Vorbereitung, wie das Werk eines Malers oder Bildhauers. Denn was bedeutet die Arbeit an toter Leinwand oder kaltem Marmor im Vergleich zu der am lebenden Körper, dem Tempel für den Geist Gottes?

(Florence Nightingale (1820–1910), britische Krankenpflegerin)

Trauer aushalten zu müssen,
welche nicht auszuhalten ist.
Weitergehen sollen,
obwohl die Kraft dazu fehlt.
Leere spüren, nichts als Leere
obwohl du am Grabe des geliebten Menschen stehst.

( Naegeli: Tröstendes in schweren Tagen)

Von der Erde gegangen,
im Herzen geblieben.

Wenn ich tot bin, darfst Du gar nicht trauern.
Meine Liebe wird mich überdauern.
Und in fremden Kleidern Dir begegnen.
Und Dich segnen!

( J. Ringelnatz)

Über die Ewigkeit des Lebens
Wenn Dir jemand erzählt,
dass die Seele mit dem Körper
zusammen vergeht
und dass das, was einmal tot ist,
niemals wiederkommt, so sage ihm:
Die Blume geht zugrunde,
aber der Same bleibt zurück
und liegt vor uns geheimnisvoll,
wie die Ewigkeit des Lebens.

( Khalil Gibran)

zum Tode eines freundes
das beste,
was wir tun können:
wir können uns in Erinnerung rufen,
was wir an ihm hatten:
seine hoffnung und kraft,
seine güte und liebe,
seine freude und sehnsucht.

das beste,
was wir tun können:
wir können fortsetzen,
was er angestrebt hat.
aufnehmen, was er uns hinterlassen,
weitergeben, was wir an ihm hatten;
kämpfen für das, was ihm kostbar war.

das beste,
was wir tun können:
wir können hoffen
für ihn und für uns:
dass nichts vergeblich war,
weder sein tun noch sein hoffen;
dass gott ihm treu ist;

dass gott uns allen nahe ist,
er, der gott der lebenden.

(Text wurde der Hospizgruppe überlassen von Renate Ostrop)

Geschichten

Die Raupen und der Schmetterling

Die Raupen lebten ein unbeschwertes Leben. Sie aßen und schliefen, wie es ihnen behagte. Wenn es regnete, krochen sie unter ein Blatt und wenn die Sonne schien, dann kamen sie aus ihrem Versteck heraus und sonnten sich. Ihr Leben war behaglich und ohne Sorgen. Nur eines beunruhigte sie: von Zeit zu Zeit verschwand immer wieder einer aus ihren Kreisen. Sie wunderten sich, warum jemand so einfach fortging und niemals zurückkam. So trafen sich die Freunde eines Tages und besprachen das Problem. „Was ist nur mit unseren Freunden geschehen, warum haben sie uns verlassen?“ fragten sie sich. „Lasst uns einen Pakt machen, ein Versprechen, einen Vertrag. Der nächste, der aus irgendeinem Grunde fortgeht, soll zurückkommen und uns erzählen, was ihm zugestoßen ist.“ Alle Freunde waren sich darüber einig, sie würden nicht so einfach, ohne Erklärung verschwinden und ihre Freunde im Dunkeln darüber lassen, wohin sie gegangen sind. Wenn es unbekannte Welten gab, dann wollten sie den anderen davon erzählen. Jeder einzelne versprach, dass er ganz bestimmt zurückkommen würde. Wieder war einer der Freunde verschwunden, aber alle waren beruhigt: „Er wird sein Versprechen einhalten. “Sie warteten eine lange Zeit und fingen an, sich zu wundern, warum es so lange dauerte, bis der Freund mit den aufregenden Neuigkeiten zurückkäme. Und während sie sich verlassen und betrogen fühlten, sahen sie den Schmetterling nicht, der über ihnen herschwebte und dessen Rufe sie nicht hören und dessen Sprache sie nicht verstehen konnten.

(unbekannter Verfasser)

 

Behalte die Gabel

Frau: „Und da gibt es noch eine sehr wichtige Sache, Herr Pastor! Ich will mit einer Gabel in der Hand begraben werden.“

Pastor: „Mit einer Gabel? Darf ich Sie fragen, warum?“

Frau: „Das kann ich Ihnen erklären. Ich war in meinem Leben zu vielen verschiedenen Abendessen eingeladen. Und ich habe immer die Gänge am liebsten gemocht, bei denen diejenigen, die abserviert haben, gesagt haben: Die Gabel kannst du behalten. Da wusste ich, dass noch etwas Besseres kommen würde. Nicht nur Eis oder Pudding, sondern etwas Richtiges, Rouladen mit dunkler Soße oder etwas Ähnliches.

Ich will, dass die Leute auf mich schauen, wenn ich da in meinem Sarg liege mit einer Gabel in der Hand. Da werden sie sich fragen:

Was hat es denn mit der Gabel auf sich?

Und dann können Sie ihnen erklären, was ich gesagt habe. Und dann grüßen Sie sie und sagen ihnen, dass sie auch die Gabel behalten sollen.

Es kommt noch etwas Besseres!“

(Kristina Reftel)

Gedichte zu Abschied und Neubeginn

Reife

Auf schlanken Halmen wiegen
verträumt im warmen Wind
sich große, gelbe Ähren,
die schwer von Körnern sind.

Das Feld durchflattern Vögel
mit scheuem Flügelschlag.
Gold flimmert in den Lüften,
es naht der Erntetag…

Was schlief im kleinen Keime
erwachte und ward groß?
Wer weiß um das Geheimnis
im dunklen Erdenschoß?

Spürst Du die starken Hände,
die still durch Sturm und Nacht,
die schwachen Samenkörner
zur Fruchtbarkeit gebracht?

(Elisabeth Lehr)


Früher Herbst

In goldenen Blättern flüstert
ein stummer, sanfter Wind.
Und Früchte rascheln nieder,
die reif geworden sind.

Es spielen tausend Farben
in silberblauer Luft.
Und leise zieht darüber
ein herber, welker Duft.

Die Zeit droht einzuschlafen
in schwüler Mittagsruh`.
Doch wie ein Uhrenzeiger
eilt sie dem Abend zu.

Und scheint die Welt am schönsten,
verweile ich doch still,
weil sich die bunte Erde
zum Sterben neigen will.

Und ist die Pracht zu Ende,
und ist es erst vollbracht,
so schlafen Frühlingskeime
in weißer Winternacht.

(Elisabeth Lehr)


Letzte Worte

Geliebte,
wenn mein Geist geschieden,
so weint mir keine Träne nach,
denn wo ich weile,
dort ist Frieden,
dort leuchtet mir ein neuer Tag!

Wo aller Erdengram entschwunden,
soll Euer Bild mir nicht vergeh´n.
Und Linderung für Eure Wunden,
für Euren Schmerz
will ich erfleh´n.

Weht nächtlich seine Seraphsflügel
der Friede über´s Weltenreich,
so denkt nicht mehr an meinen Hügel,
denn von den Sternen grüß´ ich Euch!

(Annette von Droste-Hülshoff)

Nun der Tag mich müd´ gemacht,
soll mein sehnliches Verlangen,
freundlich die gestirnte Nacht,
wie ein müdes Kind empfangen.
Hände, lasst von allem Tun,
Stirn, vergiss du alles Denken,
alle meine Sinne nun
wollen sich im Schlummer senken.

Je länger du tot bist,
um so mehr bist du hier.
Je weiter du fort bist,
um so näher bei mir.

Du wirst mir notwendiger
als das tägliche Brot ist.
Du wirst lebendiger,
je länger du tot bist.

(Börries von Münchhausen)

Und die Seele unbewacht,
will in freien Flügen schweben,
um im Zauberkreis der Nacht,
tief und tausendfach zu leben.

(Hermann Hesse)

Und meine Seele spannte
weit ihre Flügel aus,
flog durch die stillen Lande
als flöge sie nach Haus…

(Joseph von Eichendorff)

Jeder Lauf, ob zur Sonne oder zur Nacht,
führt zum Tode, führt zu neuer Geburt,
deren Schmerzen die Seele scheut.
Aber alle gehen den Weg,
alle sterben, alle werden geboren,
denn die ewige Mutter gibt sie ewig dem Tag zurück.

(Hermann Hesse)

 

Beim Namen gerufen

Nicht ins Leere gefallen, sondern heimgegangen,
nicht vom Zufall ausgelöscht, sondern beim Namen gerufen,
nicht vom Dunkel verschlungen, sondern vom Licht umfangen –
das ist die Hoffnung für dich und für mich und für alles, was lebt.

(Ingrid Koller)

Psalm

Ich bin vergnügt,erlöst, befreit.
Gott nahm in seine Hände meine Zeit,
mein Fühlen, Denken, Hören, Sagen,
mein Triumphieren und Verzagen,
das Elend und die Zärtlichkeit.

(Hanns Dieter Hüsch)

Heinrich Heine:

Wo wird einst des Wandermüden
letzte Ruhestätte sein?
Unter Palmen in dem Süden?
Unter Linden an dem Rhein?

Werd´ ich wo in einer Wüste,
eingescharrt von fremder Hand?
Oder ruh´ ich an der Küste
eines Meeres in dem Sand?

Immerhin mich wird umgeben
Gottes Himmel, dort wie hier.
Und als Totenlampen schweben
nachts die Sterne über mir.

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